Facebook Strategie Teil 3 – Post Optimierung – Wie Du Dir Deine Facebook Timeline erfolgreich aufbaust

Facebook Strategie Teil 3 – Post Optimierung – Wie Du Dir Deine Facebook Timeline erfolgreich aufbaust
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In diesem Teil geht es ans Eingemachte unserer Facebook Strategie. Post Optimierung – Der Beitrag selbst. Wie können wir unsere Facebook Beiträge optimieren?

Aber bevor Du diesen 3. Teil liest, siehe auch Teil 1 und Teil 2:
Teil 1 : Facebook Newsfeed Algorithmus – So erreichst Du mehr Follower dauerhaft
Teil 2Facebook Strategie Teil 2 – Author Rank – Wie Du Dir Deine Facebook Timeline erfolgreich aufbaust

Im vorherigen Teil haben wir uns mit der Reputation des Authors beschäftigt. Aber neben der Reputation entscheidet auch die – eher kurzfristige – Relevanz eines Beitrages wie viel Reichweite dieser erhält.

Hierzu ist natürlich der oberste Faktor die Interaktion der Leser. Ergo, wieviele “Gefällt mir” bekommt der Beitrag, wieviel wird kommentiert und wie oft wird der Beitrag geteilt.

In sofern ist die Haltung “mir kommt es auf Qualität an, statt auf Quantität” hier an dieser Stelle nicht gültig. Merke: Jeder Beitrag – und sei er noch so entfernt von Deinem Seitenthema – ist grundsätzlich geeignet, die Reichweite zu erhöhen.

Facebook selbst äusserte sich dazu, welche Regeln einzuhalten sind, um eine möglichst hohe Reichweite durch einen Post zu erzielen:

1. Länge des optimalen Beitrags

Die Beiträge sollten nicht mehr als 100 – 250 Zeichen umfassen. Die Interaktionsrate liegt bei über 60% höher bei diesen Beiträgen als bei längeren.

2. Bilder und Videos

Bilder und Videos erhöhen deutlich die Interaktion (bis 180%), im Gegensatz zu reinen Textbeiträgen.

3. Fragen

Fragen im Beitrag, die zur Interaktion auffordern erhöhen ebenfalls die Reichweite.

4. Aktuelle Anlässe

Aktuelle Anlässe nutzen. Beiträge, die sich auf ein aktuelles oder wiederkehrendes Ereignis beziehen, wie Weihnachten, Muttertag etc, haben ein höheres Engagement. Dabei zählen auch die sinnentlehrten Posts dazu wie: “Guten Morgen, wie geht es Euch” oder “Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende”.

5. Teilbare Inhalte.

Dazu zählen natürlich Bilder, Fotos und Videos. Wichtig hierbei ist, dass die Message, die rein auf Facebook zu sehen ist, interessant genug ist, um sie auch dort zu teilen. Wenn Du über einen Teaser den Facebookuser auf eine externe Landingpage lockst oder auf einen Blogartikel, dann ist der User in der Regel bereits zu weit entfernt, um den Beitrag dann noch zu teilen.

Die beste Voraussetzung zum Teilen haben Videos (weil deren Quelle in der Regel nicht sichtbar ist) und Infografiken, die ebenso eine hohe Teilfrequenz auf Facebook haben.

6. Like Baiting

Ähnlich wie Google verbessert Facebook regelmässig seinen Index um schwarzen Schafen das Leben schwer zu machen.
Um das zu tun, veröffentlichte Facebook Regeln für die Beschaffenheit und Qualität von Beiträgen. Ein Regelverstoss dagegen führt laut Facebook zu einer Relevanzabwertung des Algorytmus.

Regelmässig erscheinen solche Posts wie “wer den letzten Kommentar schreibt der bekommt 500 EUR”. Das ist laut Facebook zum Beispiel ein Beitrag ohne inhaltlichen Bezug und dient lediglich zum Kommentar – Spammen.

Das gleiche gilt für :   Welche Hundtyp bist du? 1. drücke gefällt mir, 2. hinterlasse einen Kommentar, 3. teile diesen Beitrag.

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Ob Facebook diese Posts bereits automatisch erkennen und abwerten kann, ist nicht klar, allerdings ist es ratsam, solche Posts, die lediglich Interaktion zu erhöhen zu unterlassen.

7. Klick-Köder

Eine weitere Unart, die sich eingeschlichen hat, läuft hierzulande unter solchen reisserischen Überschriften wie: “Erst hat es niemand bemerkt, aber was dann geschah überraschte sie alle”… oder … “Erst sah es aus wie eine normale Landschaft, aber als ich genau hinsah, erkannte ich unglaubliches..”.

Letztendlich wird hier reisserisch darum geworben, die Neugierde des Lesers zu Nutzen um auf den Link zu klicken und auf einem entsprechenden Beitrag im Blog zu gelangen. Dort sind anschliessend in der Regel harmlose Videos zu sehen und keines Falls spiegelt der Artikel die Ankündigung wider.

Facebook ist dabei, diese Beiträge nun abzuranken.
Als Klick-Köder werden Posts bezeichnet, die offensichtlich auf Klicks abzielen. Diese Posts schüren hohe Erwartungen beim Leser, verraten aber wenig über den Inhalt des Links

Hierbei spielt das Verhältnis Klickzahlen zu Likes dann Bände für Facebook. Dadurch sind solche Beiträge schnell findbar und schnell abstrafbar. Darum sollte man von dieser Art von Beiträgen auch ablassen. Zudem enttäuscht und verärgert jeder, der soetwas macht nur seine Follower.

Zudem sollte davon auszugehen sein, dass eine Beitragsabwertung dieser Art schnell auch die Autoren Reputation abwerten wird.

8. Permant zirkulierender Inhalt

Beiträge die mehrfach zirkulieren und so von Usern schnell auf “Das möchte ich nicht sehen” geflaggt werden, sind nicht nur weniger Reichweitenstart, sondern können sich ebenfalls klar negativ auf die Reputation auswirken.

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9. Abwertung von Links

Facebook mag Beiträge lieber, die über das klassische Facebook Linkformat eingefügt werden. Das findet Anwendung, wenn ein Link direkt ins Posting Fenster von Facebook eingefügt wird und Facebook sich ein Bild und einen Teil des Beitrages nachlädt.

Links, die per Hand in einen Beitrag gefügt werden zum Beispiel über einem eingefügten Bild hingegen verringert aus Facebooks Sicht die Relavanz zur Zielseite und wird dadurch durch den Algorithmus reichweitenmässig abgewertet.

Facebook Strategie - Beitrag optimieren - Facebook Linkformat

Ein Link zu einem Artikel, der im Linkformat eingefügt wird, hat automatisch eine Beschreibung und eine Überschrift unterhalb des eingefügten Bildes. Das ist laut Facebook auf auf mobile Devices (Smartphon und Tablets) beliebter aufgrund der kleineren Displays aber erhöht auch automatisch das Vertrauen bei den Nutzern und wird laut Facebook deutlich häufiger angeklickt.

Posting Optimierung unter Berücksichtigung einer Marke

Natürlich passt nicht alles was Reputation bringt auch zu Deiner Marke oder zu Deinem Unternehmen…. das wird jetzt der ein oder andere angesichts der angesprochenen Tipps und Tricks dieser Serie denken.
Ob das jetzt tatsächlich richtig ist, möchte ich an dieser Stelle einfach mal aussen vor lassen. Fakt ist, wenn es einer Marke gelingt, Ihre Follower zu unterhalten und interagieren zu lassen, dürfte jedes Mittel recht sein, um dieses zu erreichen.

Facebook belohnt Beiträge, die als Vater von viralem Content gelten. Das nutzen viele Unternehmen mit guten Kampagnen aus, sei es Video, Infografiken oder Fotos. Es gibt etliche ganz hervorragend geführte Unternehmensseiten.

Erwähnen möchte ich dazu mal McDonals oder Warsteiner, oder die Britische Biermarke Newcastle Brown Ale, die Unternehmenseiten auf ganz hohem Niveau führen und im Content stets neuen originären Inhalt generieren.

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Natürlich ist das ein Aufwand, den vor allem kleinere Unternehmen oder Unternehmer nicht leisten können. In solchen Fällen lohnt es sich nach guten Inhalten zu suchen, die zum eigenen Unternehmen passen und sie auf Interaktionspotential zu prüfen.

Hierbei aber bitte darauf achten, nicht in die Falle des “Permant zirkulierender Inhalt – Frequently Circlulated Contents” zu geraten.
Merke: Augenmerk auf frische Inhalte richten und das Interaktionspotential überprüfen. Das erfordert natürlich ebenfalls Zeit, ist allerdings nicht so aufwendig, wie das Produzieren eigener Inhalte.
Unter Berücksichtigung aller Punkte aus diesem Artikel, sollte es dadurch auch für kleines Geld oder nur durch Investition von Zeit möglich sein, eine hohe Reputation aufzubauen und den Facebook Algorithmus für sich optimal zu nutzen.

Alles in Allem

Der Facebook Algorytmus zeigt viele Parallelen zur Relevanzbestimmung bei Google. Und wenn man die Geschichte von Google und seinem Index kennt oder ein wenig beobachtet, könnte man auch erahnen, wo die Reise bei Facebook hingeht.
Schaut man sich die SEO Entwicklung bei Google an, so bekommt man ein Gefühl dafür, was auch bei Facebook geht. Denn genau wie bei Google muss Facebook stehts den Algorithmusan der User Experience ausrichten.
Um beim Social Media Marketing nicht allein auf bezahlte Werbung angewiesen zu sein, lohnt sich ein genauer Blick auf die angesprochenen Wirkungsweisen des Facebook Algorithmus.

Vor allem wird sich dieser genau so wie bei Google permanent entwickeln und verbessern, daher sollte stets darauf geachtet werden, was geht und was nicht.

Der einzige Unterschied, der noch klar zu spüren ist, zwischen dem Google und Facebook Algorithmus, ist das bei Facebook derzeit noch nicht die Qualität eines Beitrages über allem steht, sondern tatsächlich und hauptsächlich die Interaktion.

In diesem Sinne, bleibe wachsam und nutze Dein erworbenes Wissen über die Kraft des Facebook Algorithmus🙂

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