Facebook Newsfeed Algorithmus – So erreichst Du mehr Follower dauerhaft

Facebook Newsfeed Algorithmus – So erreichst Du mehr Follower dauerhaft
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Schon länger hat Facebook einen Algorytmus integriert, der Follower von Unternehmen oder auch Freunden immer nur einen Teil dessen sehen lässt, was diese Posten.

Es handelt sich dabei um einen Filter, den Facebook als klares Marketing- und Relevanzinstrument nutzt und somit eine ähnliche Situation wie in der SEO oder SEM schafft.

Als Betreiber einer Firmenseite oder Fanpage stehen somit zunächst grundsätzlich zwei Wege zur Verfügung, um die Kommunikation mit den eigenen Followern zu optimieren. Zum einen natürlich die Bewerbung der eigenen Posts durch die Schaltung von Anzeigen auf Facebook. Damit zahlt der Beitragsauthor für das Einblenden seines Beitrags bei anderen und Facebook freut sich über Einnahmen.

Der zweite Weg kann nur sein, sich mit der Wirkungsweise dieses Algorithmus zu beschäftigen und so das Optimale aus seinen Posts herauszuholen. Und genau darauf möchte ich an dieser Stelle mal näher eingehen.

Um zu verstehen, um was es hier genau geht, werde ich erklären, wie und warum es zu diesem Algorithmus gekommen ist.

Der Facebook Newsfeed Algorithmus

Zu Beginn wurde in der Timeline eines Facebook User jeder Post eines Freundes angezeigt. Das ging eine ganz Zeit lang sehr gut, denn die Zahl der Freunde war zunächst sehr gering.

Mit steigender Freundeanzahl versuchte Facebook stark dagegen anzusteuern und führte eine “Kennst du den auch real”? Fragerei ein. “Ist das auch sein Realname”. Wer von Euch viele Freunde bei Facebook hat, weiss, dass die Informationen, die durch ständige Posts kommen, kaum mehr wahrnehmbar sind. Je mehr Freunde in der Freundesliste stehen, je weniger Aufmerksamkeit bekommt ein Beitrag.

Das ist natürlich für das User Erlebnis nicht positiv, genau so wenig ist es für Facebook gut, da dann zum einen Teil mehr User aus Facebook abspringen, zum anderen werden werbefinanzierte Beiträge ebenso wenig beachtet. Ergo: Ein Algorithmus musste her, der die Relevanz von Beiträgen zuverlässig bewertet.
Es handelt sich hierbei um den sogenannten Facebook Newsfeed Algorithmus, in der Vergangenheit auch “Edge-Rank” genannt. Dieser legt bei Facebook fest, ob ein Beitrag / Post für ein anderes Facebook Mitglied sichtbar ist oder auch nicht.

Dieser “Edge-Rank” wurde in den vergangenen Monaten immer stärker von Facebook sowohl den eigenen Interessen und denen der User angepasst und führte so zu einer erheblichen Verringerung der Reichweite.
Was bedeutet das? Wie verschiedene meiner Tests und auch offizielle Tests bestätigen, werden Posts von einer Unternehmensseite oder Fanpage meist nur noch von weniger als 10% der “Fans” gesehen, weil es dem Rest, also 90% gar nicht mehr angezeigt wird.

Facebook Algorythmus
Das Verhalten der Facebook Nutzer ist für Facebook nicht optimal, es war es nie. Optimal wäre, das jeder Nutzer ALLE Posts seit seinem letzten Login ansieht und mit diesen Posts interagiert – sprich auf den “Gefällt mir” Button drückt oder kommentiert oder im besten Fall sogar teilt.

Da dieses nicht passiert, weiss Facebook im Grunde nicht wirklich sofort, welche Beiträge den Nutzer interessieren und welche nicht. Aber dennoch ist Facebook höchstes Bestreben nur relevante Beiträge zu liefern.

In diesem Punkt ist das Bestreben das gleiche, wie bei Google. Auch Google möchte natürlich dem Suchenden die zur Suchanfrage relavantesten Treffer anzeigen.

Facebook Newsfeed Algorythmus | Statistiken für Seitenbetreiber
Facebook liefert nicht nur genaueste Statistiken für den Seitenbetreiber aus, sondern nutzt diese natürlich ebenfalls für den Facebook Newsfeed Algorythmus, um genau zu filtern, wer was zu sehen bekommt.

 

Durch die wachsenden Teilnehmer und die höhere Beitragsdichte ist die Konkurrenz um Beachtung wichtiger Informationen natürlich von Tag zu Tag immer höher. Daher schafft dieser Facebook Newsfeed Algorithmus hier Abhilfe, in dem er viele – nämlich bis zu 90% – nach Facebooks Meinung UNRELEVANTE Beiträge einfach nicht mehr anzeigt.

Vielleicht kennst Du das auch, dass Du vor Jahren mal Fan von einem Musiker warst oder einem Unternehmen und zunächst auch immer die neuesten Nachrichten erhalten hast. Nun nach einiger Zeit erhälst Du gar nichts mehr an Informationen zu dieser Nachrichtenquelle.

Wie der Zufall es will, kommst Du mal wieder auf den Newsfeed eben dieses Musikers oder Unternehmens und siehe da, ab dem Moment, nachdem Du lediglich auf der Fanpage warst, erhälst du wieder die Updates an Informationen.

Facebook begründet genau dieses Verhalten mit dem Ziel, dem Nutzer ein besseres Leseergebnis zu verschaffen. Wie auf der offiziellen Facebook – Newsseite zu lesen war, würden inzwischen soviele Inhalte über Facebook mitgeteilt, dass ohne ein Eingreifens durch eben diesen Algorythmus, der Nutzer von der Informationsflut schier erschlagen sein würde.

Natürlich geht es nicht nur um das bessere Leseergebnis, sondern auch darum, das Geschäftsmodell der bezahlten Anzeigen aufrecht zu erhalten bzw, zu fördern. Wenn Unternehmen oder Fanpages immer sichergestellt haben, dass jede Ihrer Nachrichten ihre User erreicht, dann fehlt der Anreiz auch zusätzlich Anzeigen zu finanzieren.

Das ist in sofern interessant, als dass bei Facebook im Gegensatz zu allen anderen werbefinanzierten Ergebnissen die Conversion Rate ( der Klick auf den Beitrag um mehr zu erfahren oder etwas zu kaufen) von Anzeigen (Facebook Ads) fast genau so gut sind wie bei organischen Beiträgen.

Wie funktioniert der Facebook Newsfeed Algorithmus

Wie weiter oben beschrieben, dreht sich der Facebook Newsfeed Algorithmus hauptsächlich um das Thema Relevanz.

Was ist für den Nutzer qualitativ der zutreffenste Content? Darüber hinaus spielen natürlich auch Dinge wie eigene Vorlieben, Gewohnheiten, Hobbies, Gruppen in denen sich der Nutzer befindet, sowie Gemeinsamkeiten des Freundeskreises und einige andere spezifische Nutzersituationen eine Rolle.

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Hier werden in den Statistiken regionale und auch geschlechterspezifische Daten der Follower ausgewertet. Natürlich hat man auch einen Überblick über Spam oder Hide Aktionen der Nutzer. Diese wirken sich natürlich negativ auf die Sichtbarkeit der eigenen Beiträge im Facebook Newsfeed Algorythmus aus.

 

Angeblich sollen bis zu 100.000 Faktoren zur Bestimmung dieser Relevanz einbezogen werden. Diese Faktoren werden pro Post aber auch pro Leser einzeln bewertet und so entschieden, ob jeweilige potentielle Leser diesen Beitrag nun zu Gesicht bekommt oder nicht.

Dazu gelten folgende Relevanzpunkte als die Wichtigsten:

  • Wie viel Aufmerksamkeit bekommen die Post des Authors in der Regel?
    Aufmerksamkeit bedeutet, wie oft diese ein “Like” bekommen, kommentiert, geteilt oder geklickt wurden. In der Rangfolge steht sicher ein Teilen eines Beitrages ganz oben, danach kommt ein Kommentar und weiter hinten dann der Like oder Klick.Jemand der als grundsätzlich populäre Beiträge auf Facebook postet, kann mit einer grösseren Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass auch sein neuester Post einer breiteren Masse zur Verfügung gestellt wird.
  • Wie stark hat ein Nutzer mit einer Fanpage oder Unternehmensseite oder anderem Nutzer interagiert?
    Wenn ein Facebook Nutzer mit Beiträgen eines Anderen regelmässig interagiert (teilt, gefällt mir oder besucht, etc) , je stärker wächst die Wahrscheinlichkeit, dass er auch weiterhin Beiträge dieses Unternehmens oder des Authors sehen wird.
  • Wie relevant ist DIESER SPEZIFISCHE Beitrag?
    Je mehr Facebook Nutzer mit einem bestimmten Beitrag interagiert haben, bzw, je mehr Likes und Kommentare er erhalten hat oder je öfter er geteilt wurde, je mehr wächst die Wahrscheinlichkeit, dass er auch anderen Nutzern gezeigt wird.
  • Wie relevant ist die Art eines bestimmten Beitrages?
    Das bedeutet, dass wenn ein Facebook Nutzer in der Vergangenheit oft mit Autofotos, Videos oder Beiträgen interagierte, wird auch in Zukunft mit höherer Wahrscheinlichkeit eher solche Beiträge sehen.
    Hierbei spielt sogar der Medientyp eine Rolle. Jemand der vermehrt mit Autovideos interagiert, bekommt noch mehr Autovideos, wer mehr Fotos favoritisiert, wird mehr Fotos zu Gesicht bekommen.
  • Wie NEU ist der Beitrag?
    Grundsätzlich interessieren sich die meisten Menschen für neue Themen und nicht für alte Kammellen, die immer und immer wieder geteilt werden. Dadurch verringert sich die Anzeigewahrscheinlichkeit alter Beiträge, die nicht von dem Ursprungspost stammen. Der Ursprungspost selbst bleibt jedoch als stärker Relevant vorhanden.
  • Welchen Wert misst Facebook dem Postenenden bei
    Hierbei müssen wir zwischen einer persönlichen Page und einer Fanpage / Unternehmensseite unterscheiden. Denn wie durch Tests herausgefunden wurde, verhalten sich die Algorithmen bei Unternehmens oder Fanpages durchaus restriktiver als bei Personenseiten.
    Der Grund dahinter wird sein, dass sich die Unternehmensseiten mehr als Werbende begeistern lassen und mehr Geld investieren, als reine Personenseiten.

Nun haben wir einen Überblick über die wichtigsten Stellschrauben, an denen gedreht werden muss, um mit seiner eigenen Facebookseite nicht zu stark von dem Facebook Newsfeed Algorithmus eingeschränkt zu werden.

Und was genau ich Dir empfehle, dazu mehr im nächsten Artikel 🙂

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Hier geht es weiter mit dem zweiten Teil: Facebook Strategie Teil 2 – Author Rank – Wie Du Dir Deine Facebook Timeline erfolgreich aufbaust

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